Im Gespräch mit Mailin Modrack: Positive Psychologie im Job - mehr als positives Denken
Shownotes
✨ Was passiert, wenn persönliche Entwicklung im Job nicht als großer Plan entsteht – sondern in den Momenten dazwischen?
In der ersten Folge von Zwischen-Raum spricht Johanna Mühlbeyer mit Mailin Modrack über die Grundlagen der Positiven Psychologie und darüber, wie sie uns helfen kann, Arbeit bewusster, stärkender und sinnvoller zu gestalten.
Wir schauen darauf, warum Positive Psychologie keine „Happyologie“ ist, sondern eine wissenschaftlich fundierte Perspektive auf gelingendes Leben und Arbeiten. Dabei geht es unter anderem um Stärken, Werte, Resilienz, Selbstwirksamkeit, Sinn und die Frage, wie wir Ressourcen im Arbeitsalltag gezielt fördern können.
🎙️ In dieser Folge erfährst Du:
✔️ Was Positive Psychologie eigentlich bedeutet ✔️ Warum der Blick auf Ressourcen mehr ist als positives Denken ✔️ Welche Rolle Stärken, Werte und Sinn im Arbeitskontext spielen ✔️ Warum Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit so wichtig für Entwicklung sind ✔️ Wie Positive Psychologie in Führung, Teams und Coaching angewendet werden kann ✔️ Wie Du Dich der Frage nach Sinn im Job praktisch annähern kannst
✨ Diese Folge ist für Dich, wenn Du Positive Psychologie besser verstehen und Deine Arbeit nicht nur gut, sondern bewusster und erfüllender gestalten möchtest.
📝 SHOWNOTES & RESSOURCEN
💭 Zum Weiterdenken & Reflektieren: ✔️ Was gibt Dir im Arbeitsalltag Energie? ✔️ Welche Momente erlebst Du als bedeutsam? ✔️ Wofür ist Dir Deine Arbeit wichtig? ✔️ Wo kannst Du Ressourcen in Deinem Arbeitsalltag bewusster stärken? ✔️ Welche kleinen Routinen könnten Dein Wohlbefinden im Job unterstützen?
👤 ZU MAILIN
Mailin Modrack
Trainerin, Speakerin, Dozentin & Coachin mit Schwerpunkt Positive Psychologie
🌐 Website: https://www.mailin-modrack.de/
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Johanna Mühlbeyer Coaching 🌐 Website 🔗 LinkedIn 📧 Mail: johanna@muehlbeyer-coaching.com
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⏱️ TIMESTAMPS
00:00 – Begrüßung, Podcast-Formatübersicht & Vorstellung 05:30 – Bedeutung von Haltung und Ressourcen im Arbeitskontext 09:49 – Zentrale Themen der Positiven Psychologie: Stärken, Resilienz, Werte & Sinn 12:43 – Missverständnisse: Happyologie vs. wissenschaftliche Fundierung 14:44 – Bedeutung der Ressourcenförderung in Unternehmen 16:18 – Anwendung der Positiven Psychologie in Organisationen 20:38 – Rolle der Selbstverantwortung und realistische Erwartungen im Coaching 22:27 – Grenzen und Chancen von Beratung & Coaching 24:07 – Praxisbeispiele: PERMA-Modell und Leadership-Initiativen in Unternehmen 27:53 – Kleine Impulse & Meetings zur Förderung von Ressourcen im Team 28:55 – Das Thema Sinn: Warum es sich lohnt, sich damit auseinanderzusetzen 33:06 – Unterschied zwischen Sinn und Purpose im organisationalen Kontext 34:42 – Job Crafting und individuelle Sinnstiftung bei der Arbeit 39:15 – Sinnintervention: Die Leitertechnik von Tatjana Schnell 41:23 – Abschluss & Reflexion
Transkript anzeigen
Johanna: Johanna Moin und herzlich willkommen zum Zwischenraum, dem Podcast zum Thema Persönlichkeitsentwicklung im Job. Wir wollen hier fundierte Erkenntnisse aus der positiven Psychologie mit Impulsen aus der Coachingpraxis und konkreten Tools für deine direkte Umsetzung in der Arbeitswelt beleuchten. Mein Name ist Johanna Mühlbeyer, ich bin Systemische Coaching, Prozessbegleiterin und Teamentwicklerin und freue mich, dass ihr eingeschaltet habt und zwar in die allererste Folge des Zwischenraums. Der, die ein oder andere kennt mich vielleicht noch aus dem equalate Podcast oder ist darüber aufmerksam geworden. Und ich freue mich aber natürlich auch, dass hoffentlich viele neue Zuhörenden hier mit dabei sind. Wer noch mal bisschen genauer wissen will, was eigentlich die Idee des Podcasts ist, kann auch noch mal in den Teaser reinhören. Wir würden hier jetzt vielleicht nur noch mal ganz kurz beleuchten die drei Formate, die euch in diesem Podcast erwarten und zwar Wir starten heute gleich direkt mit dem ersten Format, nämlich im Gespräch mit. Hier habe ich verschiedene Fachexpertinnen aus dem Bereich Coaching, Positive Psychologie, mit denen ich ja verschiedene Fragestellungen, die hoffentlich auch euch interessieren, näher beleuchten möchte. Und das zweite Format sind die kleinen Solofolgen. Das heißt, da werde ich ganz konkret Interventionen vorstellen, die ihr selber ausprobieren könnt oder zum Beispiel auch in eurem Team. Und zu guter Letzt freue ich mich, den Coaching-Dialog hier als drittes Format gemeinsam mit Coaching und Autorin und Trainerin Carolin Giesemann zu machen. ja, ich würde sagen, wir verlieren aber jetzt erst mal keine weitere Zeit und starten direkt rein und zwar mit meiner allerersten Gästin, die ich ganz kurz vorstellen möchte. Und zwar ist es Marlene Modrack. Auf LinkedIn habe ich einen ganz schönen Satz unter ihrem Profil gefunden. Sie schreibt, Positive Psychologist by Training, Communication Manager and Trainer by Trade and Mountain Enthusiast by Heart, was ich schon mal sehr schön fand, als ich es gelesen habe. Sie ist unter anderem Level 1 Trainerin der positiven Psychologie und ich durfte die letzten vier Monate ganz, ganz viel von ihr lernen und habe viele spannende und inspirierende Impulse von ihr bekommen. Sie ist obendrein aber eben auch selbstständig als Trainerin, als Speakerin, Dozentin und Coaching und hat ursprünglich mal ihren Background im Bereich Kommunikation und war mehrere Jahre im Journalismus tätig. Und damit würde ich sagen, starten wir rein. Hi Marlene, schön, dass du da bist.
Mailin: Mailin Johanna, vielen Dank für deine Einladung. Schön bei dir hier im Zwischenraum zu sein.
Johanna: Johanna Ja, ich würde sagen, wir starten mit einem kleinen Check-in. Ich habe mir nämlich überlegt, dass wir ganz am Anfang ich mir einen kleinen Satzgenerator oder eine Frage von Chat GPT ausgeben lasse und ich dich als kleines Warm-up bitten würde, den zu vervollständigen. Und das, was er mir rausgegeben hat, ist etwas, das mir in letzter Zeit unerwartet Energie gegeben hat, ist. Was würdest du spontan sagen?
Mailin: Mailin Was mir in letzter Zeit unerwartet Energie gegeben hat, ist mein Boxtraining. finde Sport und Bewegung ein wahnsinnig kraftvolles Instrument dafür, immer wieder bei sich selber anzukommen, immer wieder auch einen Gegenpol zu. Da ist mental und im Kopf manchmal ganz schön viel los, das uns beschäftigt und das wir mitnehmen durch unseren Alltag. Und egal, ob das was sehr Ruhiges ist, Beruhigende, beziehungsweise so richtig Seelen-Sportarten oder ob es was sehr energiegeladenes im wahrsten Sinne des Wortes ist. Das ist auf jeden Fall so einer der großen Lifehacks, Anführungsstrichen, die ich in den letzten Jahren für mich gefunden habe.
Johanna: Johanna Da kommt die Mountain Enthusiast bei Hart, würde ich sagen, ja auch schon fast ein bisschen mit raus.
Mailin: Mailin Ja, das stimmt. Das ist so spannend. Das wird auch immer wieder gespiegelt. finde tatsächlich, so diese Perspektive einzunehmen von, was habe ich vielleicht eingesammelt auf so einer methodischen oder Ausbildungsebene? Was ist das, was ich tatsächlich tue? Und was sind vielleicht auch Bereiche oder Teile, die vielleicht gar nicht auch verbunden sein müssen zu meinem Job, in dem mir das Herz wirklich aufgeht? Also vielleicht eine Idee. Was wäre dein Herzensprojekt, Johanna?
Johanna: Johanna Ich würde sagen, ein Herzensprojekt ist eines, in dem ich genau jetzt gerade drin stecke. Und das ist auf jeden Fall diesen Podcast zu starten, der auch, muss ich ehrlich gestehen, schon seit einem Jahr oder sogar schon länger in mir brodelt. ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass ich die letzte Folge meines Jahr-Ersten-Podcasts aufgenommen habe. Und irgendwie, ja, bin ich nicht so ins Tun gekommen. der wirklich dann ausschlaggebende Punkt war dann, dass ich jetzt mit der Ausbildung auch eine Form von Zertifizierungsprojekt brauche. Da war der Anstoß zu sagen, das mache ich vielleicht mit dem Podcast. Ich merke gerade, ich gehe da sehr drin auf. Auch wenn es beruflich orientiert ist, das auch eins, wo ich ganz viel Energie und Freude rausziehe. Wir wollen heute ja ein bisschen mal in die Grundlagen der positiven Psychologie reinschauen. Es gibt sicherlich viele, die hier hören und die vielleicht auch noch nie was von der positiven Psychologie gehört haben. Genauso wie vielleicht aber auch Personen, die in dem Kontext schon bisschen mehr unterwegs sind. Und ich habe es gerade schon eingangs in deiner Vorstellung erwähnt. Du selber bist auch schon sehr lange mit der PP, ich kürze es mal ab, unterwegs. Bist dort eben auch als Trainerin zertifiziert und Ich würde mal sagen, lass uns mal so ein bisschen erstmal das Thema positive Psychologie beleuchten, für die, die dann noch so gar keine Beziehung zu haben. Wie würdest du jemandem die positive Psychologie erklären, der oder die noch nie davon gehört hat?
Mailin: Mailin Positive Psychologie ist die Wissenschaft des gelingenden Lebens. So kurz können wir das auf einen Satz reduzieren bzw. zusammenbringen. Sie ist entstanden in den 90er Jahren. In den USA wurde kollektiv aus Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen, mehrheitlichen Psychologen die Feststellung gemacht haben, dass wir in Zeiten leben, in denen wir wahnsinnig viel Wohlstand erleben. Mehr als jede Generation davor in den 90er Jahren, in der wir einen guten Zugang zu Bildung und Bildungssystemen dass Bildung auch entgegen unserer heutigen Wahrnehmung gerechter ist, als sie es jemals zuvor war, wenn wir mit der Vergangenheit abgleichen. Und dass wir zum Beispiel in guten Gesundheitssystemen, in einer guten Gesundheitsversorgung leben und gleichzeitig wir als Personen kollektiv, als Gesellschaft, wenn man so will, unglücklicher sind und werden als jede Generation, die vor uns gelebt hat. Das zeigte damals in den 90er Jahren vor allem ein ganz großer Forschungskorpus zum Thema Depression. und depressive Tendenzen unter Menschen. Das war ein so ein Shift in der Wissenschaft, Psychologie, der Menschen dazu bewogen hat zu sagen, hey, wir müssen grundständig ein Stück weit tiefer verstehen, was trägt eigentlich zu einem Leben bei, das Menschen zufrieden macht, dass sie gesunde Beziehungen führen lässt, dass sie Kommunikation und Konfliktkommunikation bewältigen lässt, dass sie gesund und lange sozusagen auch erfüllt in Anführungsstrichen in ihrem Beruf tätig sein können. Und die wollten das sozusagen näher verstehen. Das heißt, wenn wir uns so Psyche oder Erleben und Erleben vorstellen auf einer Skala von minus zehn bis plus zehn, dann ist das, was uns ganz lange und auch jetzt noch ganz häufig begegnet, wenn wir an psychologische Kontexte denken, das Heilen von Psychopathologie. Also das Heilen von Erkrankungen, das Begleiten von Menschen, die eine klinische Diagnose haben, zum Beispiel eine Angststörung, Schizophrenie, eine Bindungsthematik oder... Und ganz wenig, bis vor 30 Jahren, hat er auf dieser Seite zwischen 0 und plus 10 die Frage gestellt, was lässt denn Menschen eigentlich unter so einem Präventionsgedanken? Gesund, zufrieden, vielleicht sogar so was wie glücklich sein? Jetzt habe ich viel erzählt und Einordnung gegeben. heißt, positive Psychologie ist, wenn ich es kurz aus meiner Perspektive fasse, so was wie Ressourcenförderung, so was wie aktiv die Frage stellen.
Johanna: Johanna Hm.
Mailin: Mailin Was trägt eigentlich zu meinem Leben bei? Auch wenn ich in Anführungsstrichen im klinischen Sinne erstmal ein gesunder Mensch bin, kann ich ja auch trotzdem mein Leben stückweit gestalten. Und das nicht in so einer gefühligen oder so einer Lebensratgeberperspektive, das begegnet uns ja auch manchmal im Alltag, sondern eher unter dieser Frage von, was wissen wir wirklich belegt? Das heißt, wozu gibt es Forschung? Was sind daraus abgeleitet Ansatzpunkte, von denen wir wissen, die haben irgendwas mit einem möglichst gelingenden Leben zu tun?
Johanna: Johanna Und ich finde das schon mal sehr, sehr wertvoll, dass du auch zwei Aspekte reingebracht hast. Zum einen auch was es nicht ist, kommen wir gleich vielleicht auch noch mal bisschen näher dazu oder welche Missverständnisse auch damit einhergehen und was du mit dieser Skala ja auch noch mal so bisschen unterstrichen hast und ich finde diesen Satz so sehr aussagekräftig, dass ja damit einhergehend auch häufig gesagt wird dieses Bild what's wrong anstatt zu sagen hey fix what's wrong und genau das schafft ja im Prinzip diese Balance aus. Also natürlich müssen wir uns angucken, wenn wir irgendwie krank sind oder großes Leiden haben, was können wir da tun. Aber eben nicht nur aus diesem Wir fixen das jetzt Perspektive, sondern eher wie können wir auch, ich finde es immer so schön, sozusagen wie so eine Waage ist zu sehen und auf der anderen Seite sehen zu gucken, wie können die Dinge, die zu unserem Wohlbefinden beitragen, auch vielleicht noch bisschen größer oder präsenter werden und damit ja auch irgendwie mehr Raum bekommen. Du hast jetzt ja erstmal so einen Rahmen gegeben. für viele ist, wir wollen gleich auch direkt mal so in die Arbeitswelt schauen, aber so Psychologie auch erstmal so ein Riesenthema, wo man denkt ja, okay, was fällt denn da jetzt runter, was für mich relevant sein könnte. Kannst du mal so ein paar Stichworte nennen, welche Themen unter die positive Psychologie zum Beispiel fallen?
Mailin: Mailin Absolut. Die Waage, die du gerade in Raum gebracht hast, ist ein wunderbares Bild dafür, welche Logik psychologische Fachdisziplinen einnehmen können. Und diese Logik von build what's strong, also lass uns das fördern, was an Tragkriegen, an Gutem da ist, dass es eben eine, die der positiven Psychologie wirklich inhärent ist. Und damit finden wir solche Themenfelder wie die große Frage nach Stärken. Also was macht mich im Sinne von bestmöglichen menschlichen Qualitäten aus? Und habe ich ein Vokabular dafür? Also kann ich zum Ausdruck bringen, dass ich vermute, dass eine Stärke von Johanna-Freundlichkeit ist oder eine Stärke sozialer Intelligenz sein könnte. Das ist eines der großen Themen und auch gerade, wenn wir gleich über Arbeitswelt sprechen, ist Stärkenarbeit wirklich was, was sich so für den Kontext von Führung total gut eignet. Feedback-Gespräche, Mitarbeitenden-Gespräche, Jahresendgespräche, konkret dazu fassen, weil es eben einen Unterschied macht, ob ich spiegeln kann. Ich bewundere dein großes Führungsvermögen und deine Disziplin oder deine Detailorientierung. Oder ob ich auf einer eher generischen Ebene formuliere, das hast du gut gemacht. Das heißt, Stärkenarbeit ist etwas, was ich in der positiven Psychologie sehr zentral finde. Aber auch solche Themen, die wir vielleicht auf den ersten Blick gar nicht vermuten würden, wie Resilienz, also unsere psychische Widerstandsfähigkeit. Und die Frage danach, wie können wir in Zeiten von Krise, von Konflikt, von Auseinandersetzungen... unser psychisches Wohlergehen ein Stück weit stützen und wie leicht oder schwer fällt es uns, uns auch von kleinen oder größeren Schicksalsschlägen Herausforderungen zu erholen. Auch das natürlich ein großes Thema im Unternehmenskontext. Dann finden wir solche Themenbereiche wie Werte, was ist mir bedeutsam und wichtig, was gibt mir Richtung im Leben, die Frage nach Sinn, aber auch Themen von Gesundheit und Prävention, das wäre ja auch in der Logik von Was ist eigentlich hilfreich und stützend für meine Gesundheit denken können und weniger unter der Logik von, was tue ich eigentlich, wenn ich merke, dass irgendwas aus dem Gleichgewicht geraten ist oder im Sinne von wirklich Krankheitswert. Das gönnen wir jetzt ganz lange fortführen bis zu so Punkt von posttraumatischem Wachstum. Der Frage danach, was kann auch aus ganz schwierigen, widrigen Lebensereignissen für ein Erleben von Sinn und Beziehungsqualität resultieren? Ich glaube, das, mir wichtig ist zu betonen, ist das positive Psychologie.
Johanna: Johanna Und ich, ja, ja.
Mailin: Mailin eben keine Happyologie ist. Das wird manchmal im Außen so geframed und zugegebenermaßen, wenn ich dieses Fach nochmal neu benennen dürfte, Wunsch ins Universum quasi, dann würde ich es vielleicht eher so was wie konstruktive Psychologie oder wachstumsorientierte Psychologie benennen, weil dieses Adjektiv positiv doll aufgeladen ist und in Menschen manchmal die Assoziation hervorruft, aha. Das sind Menschen, machen irgendwie was, was vielleicht einen esoterischen Anstrich hat. Und darum geht es eben nicht, sondern uns geht es wirklich als wissenschaftlich fundierte Fragestellung darum zu verstehen, was konstituiert ein zufriedenes Leben.
Johanna: Johanna Ja, und ich finde, das unterstreicht auch noch mal so schön das, was ich auch sonst aber auch beim Thema Psychologie immer noch so bisschen wahrnehme. Du hast diesen Aspekt von Gesundheit mit reingebracht. Und wenn wir mal klassisch auf, ich sag mal, körperliche Gesundheit schauen, also im Sinne von auch im Sport ziehe ich immer so gerne diese Parallele. Da gucken wir ja nicht nur, dass wenn wir eine Verletzung haben, gucken, wie können wir sie heilen, sondern wir versuchen ja eigentlich durch regelmäßig Sport treiben ja auch repentiv unterwegs zu sein. Das stärkt die Muskeln, Knochen, was auch immer. Und ich finde es ganz spannend, dass dieses Das, was uns stärkt, sowohl auf der körperlichen als auch natürlich auf der mentalen auch in unserer Welt und die Arbeitswelt werden wir gleich mal noch bisschen stärker in Fokus setzen, aber häufig auch noch gar nicht so doll im Fokus steht, sondern ich eher das Gefühl habe so Dann, wenn der Baum brennt, dann müssen wir auf jeden Fall was machen. Du weißt nicht, wie erlebst du das?
Mailin: Mailin Absolut. Und das ist so schade, weil damit ja irgendwie auch Räume zugehen, die wir vorher aktiv gestalten können. Und ich finde, gutes Beispiel ist, wenn wir mal in den Teamkontext hüpfen, in den Bereich Projektmanagement, dass ich es immer wieder erlebe, dass Menschen sagen, na da werden zum Beispiel Termine oder Fristen in Anführungsstrichen nicht eingehalten und ich viele Führungskräfte im Coaching erlebe, die sehr dolle dafür Sorge tragen wollen, dass Menschen vorab oder frühzeitig kommunizieren und sozusagen damit Handlungsoptionen offen lassen. Im Sinne von, ich erlebe mich trotzdem aber noch als Mensch, der kann irgendwie gestalten. Wenn ich aber erst an diesen Punkt komme, wo das Fass eigentlich schon überläuft, dann habe ich so wahnsinnig wenig Gestaltungsspielraum. Und da gibt es eine schöne psychologische Übersetzung, denn dann erleben sich Menschen eben nicht mehr als wirksam, denn dann habe ich wenig sozusagen Handlungsoptionen, wenig Möglichkeiten, selber was zu drehen. Und ich finde, das ist ein gutes Beispiel generell auch dafür, was die Wissenschaft der positiven Psychologie propagiert und was sie... dem Mensch an die Hand geben möchte als Idee und Werkzeug. Diese Logik von, ich kann einerseits mich mit Herausforderungen, Problemen, Bewältigungen befassen oder ich kann auf der anderen Seite Ressourcen fördern und stärken dafür, dass ich dann für die Zeiten, in denen ich brauche, auch gut aufgestellt bin.
Johanna: Johanna Ja, und ich finde, da wird auch noch mal so ein, zwei Aspekte deutlich, die ich auch gern noch mal mit unterstreichen würde. Also zum einen, es ist eben wirklich eine Wissenschaft, wo man natürlich manchmal der Praktikerinnenwelt auch schon wieder sagen kann, ja, okay, wie kriege ich das denn alles gut übertragen, so, wie kriege ich schnelle Quickfixes, das ist ja auch häufig das. Aber trotzdem, erst mal ist es sehr, sehr fundiert, greift ja auch, muss man korrekterweise sagen, ja, auch auf viele Dinge zurück, die es auch schon weit vor der Betitelung der PP gab, also viele Konstrukte, was du hier auch sagst, von Resilienz, Achtsamkeit, aber auch viele andere Dinge gab es natürlich und wurden auch schon viel früher erforscht. Und das andere, was ich aber auch nochmal so schön finde, und das habe ich selber auch in der Ausbildung nochmal so gemerkt, ich meine, heißt ja auch Anwenderin der positiven Psychologie, es gibt jetzt nicht so das eine Programm, was man abspulen muss und sagen, hey, dann bist du irgendwie happy und zufrieden, sondern ich finde, es ermächtigt auch da wieder so ein bisschen. zu schauen bei mir oder auch im Arbeitskontext in meinem Team, was brauchen wir denn gerade? Was passt zu meinem Kontext? Was passt vielleicht auch zu unseren Themen und unserer Situation? Das heißt auch da eher dieser Appell, vielleicht mal zu gucken, okay, was ist für mich, für uns gerade besonders relevant oder wie denkst du dazu?
Mailin: Mailin Das teile ich absolut. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig und zentral. Und gerade wenn wir vielleicht auch noch mal so diese Fragestellen von der Markt in Anführungsstrichen an so was wie Weiterbildung oder Auseinandersetzung, wenn ich jetzt in Unternehmen gucke, der ist ja wahnsinnig groß. Also das ist ein Mehr an Möglichkeiten. Und dann stellen sich verständlicherweise und legitimerweise Menschen die Möglichkeit, na wie kann ich denn wählen und wie kann ich denn überhaupt ein Gefühl dafür kriegen, was ist eigentlich jetzt gerade wirklich hilfreich. Und ich finde, das, die positive Psychologie leistet, ist, dass sie wirklich sehr, sehr bedürfnis- und bedarfsorientiert agiert. Das heißt, es ist hier kein Quick Fix im Sinne von One fits all, ich komme einfach mal und mache einen generischen PP-Workshop bei dir im Unternehmen, sondern Menschen mit dieser Expertise versuchen sehr zu verstehen, was sind wirklich die Stellschrauben, die die Wirksamkeit herstellen könnten. Was ist thematisch inhaltlich etwas, das für ein Team noch hilfreich sein könnte? Von Resilienz über Stärkenarbeit, über Kommunikationsarbeit, über Gesundheitsarbeit oder, Und das dann auch auf einer individuellen Ebene möglichst mit Wirksamkeit zu versehen. Das finde ich wirklich nochmal was sehr Besonderes in der positiven Technologie. Und da geht es dann tatsächlich, und das ist das ganz Spannende, gar nicht so sehr die Breite der Methodik, die dieses Fach auch hat, dass es sich aber mit anderen Fächern durchaus auch teilt. Sondern da geht es viel auch so eine Haltungsgeschichte. Also ich glaube, das, was total wichtig ist innerhalb der PP, Menschen wie du, die das sozusagen in die Anwendung bringen, ist so was wie so ein sehr humanistisches Menschenbild. ein Blick auf Personen, der da heißt, Menschen sind erstmal grundständig aktiv und positiv, in Anführungsstrichen, Wesen, haben die Veränderungsbereitschaft, haben eine Bereitschaft und häufig auch ganz viel Lust und Neugierde sich zu entwickeln. Und das macht für mich so einen wichtigen Unterschied in der Begleitung von Prozessen, von Teams, Miteinander. Wirklich so dieses, diese im Positive Coaching reden wir gerne von der U-Form. Also wenn wir uns alle mal vor unserem inneren Auge ein U, ein großes geschriebenes U vorstellen und ich möchte an einem Konflikt oder eine Herausforderung arbeiten, dann ist es total hilfreich. Ich beginne aber an diesem U sozusagen oben links in der Logik von
Johanna: Johanna Mmh.
Mailin: Mailin Wir sprechen erst mal über etwas, was gerade hilfreich ist, was gut läuft. Das ist wunderschöne, positive, emotionentrückende Frage zum Eingang gestellt. Wo erlebst du gerade eine Form von Energitisierung und aus so einer Haltung heraus dann über, was soll jetzt gerade anders werden, wo sind Schmerzpunkte, Konfliktpunkte zu sprechen. Da passiert meistens sehr viel häufiger, als wenn du jetzt quasi sehr frontal konfrontativ in so eine Thematik staubst.
Johanna: Johanna Ja, und ich finde, das sind auch noch mal zwei Aspekte, die ich so da auch raushöre, die ich unterstreichen möchte. Das eine ist, was du auch so ein bisschen mit angeteasert hast, die Haltung, die aber auch Unternehmen, Führungskräfte, Personen, die sagen, hey, irgendwie resoniert jetzt auch das Thema in mir. Vielleicht möchte ich da in dem Kontext was machen, auch ein Stück weit, ja, ich weiß gar was ich sagen würde, mitbringen müssen, aber es auf jeden Fall gut tun würde, das mitzubringen. Und das Ja, und das Zweite, was ich gerade auch noch mal dachte, das bedeutet eben aber auch eine ganz schöne Selbstverantwortung. Ich erlebe oft im Arbeitskontext das Thema Beratung. Ich meine, das ist ein Wort, was ich manchmal finde auch sehr verbrannt ist, weil da kommt jemand vom Außen, Gottes Willen nicht sagen, dass das alle Beratenden machen, aber gefühlt fliegen einmal rein, analysieren, treffen Entscheidungen und fliegen wieder raus. Und da passiert ja häufig gerade auf der Menschenebene vielleicht etwas weniger dieses zu sagen gucken, was braucht ihr gerade, was ist auch so das, was wir uns erstmal selber anschauen müssen und damit die Verantwortung ja auch nicht an andere abzugeben. Also den Aspekt finde ich da auch in der Arbeit mit der PP grundsätzlich erstmal sehr interessant und vor allem auch sehr, ja, sehr sinnvoll und relevant auch für den Arbeitskontext.
Mailin: Mailin Ich würde total interessieren, wie du damit umgehst. Wenn du in diesem Moment von, merke, da haben vielleicht Menschen auch manchmal eine falsche, in Anführungsstrichen, eine missverständliche Vorstellung von, was Beratung oder Coaching leistet an der einen oder anderen Stelle. Wo begegnet dir das und wie gehst du damit
Johanna: Johanna Mmh. Ja, also im Coaching würde ich behaupten, es meistens so, dass, also ich versuche natürlich immer sowieso über ein Erstgespräch, gerade das Erstgespräch, was sowieso Standard bei mir ist, natürlich genau auch diese Haltung von Anfang an zu kommunizieren. Hilfe zur Selbstlösung bedeutet, ich unterstütze, aber am Ende übernehme ich nicht die Arbeit und kann das auch gar nicht. Also das ist glaube ich das erste und das zweite, wenn ich das aber dann in einem Prozess merke, zum Beispiel im 1 zu 1 Coaching, dann würde ich sagen hilft manchmal auch da tatsächlich nochmal die Meta-Adressierung von dem Aspekt oder aber auch so Fragen, die helfen in die Selbstverantwortung zu gehen, zu sagen, was brauchst du denn gerade, damit aus deiner Sicht du mit der Herausforderung XY besser umgehen kannst oder auch so Fragen wie Wie könnte ein erster Schritt aussehen? so dieses Gefühl von, ich möchte die andere Seite und ich überfordere sie, kommt vielleicht ja auch mit einem Anliegen oder mit einer Herausforderung und gleichzeitig aber ihr auch und das ist ja auch würde ich sagen Teil von so einem Prozess und betrifft ja auch Teams, ihnen ja auch das Gefühl zu geben, am Ende des Tages kann ich alleine laufen oder kann relativ bald wieder komplett ohne Coach, Prozessbegleiterin und Co. laufen und das würde ich sagen ist bei mir oft der Ansatz. Weiß nicht, wie erlebst du das?
Mailin: Mailin Ich glaube, ganz ähnlich und ich finde, ist eine super spannende Thematik. Ich habe vor ein paar Tagen jemanden gehört, der sagte, Coaching ist immer ergebnisoffen. Wenn es nicht ergebnisoffen ist, dann ist es kein Coaching. Und in ihrer Weise, glaube ich, jongliere ich da manchmal auch bisschen zwischen den Rollen. Ich erlebe es als hilfreich, einem Gegenüber sehr klar zu transportieren, in welcher Ebene wir gerade unterwegs sind. Ich sage manchmal, ich setze mal kurz meinen Coaching-Hut ab, ich setze mal kurz meinen Beraterinnen-Hut auf, so es sozusagen transparent zu gestalten.
Johanna: Johanna Hehehehe
Mailin: Mailin und finde das aber sehr, wichtig und auch natürlich irgendwie auch für den Auftrag, den wir haben, ein bisschen Mut da draußen zu machen, dass das auch in Ordnung ist, wenn es eben kein festes Ziel gibt oder kein Auftrag, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, es gibt das klassische Auftragscoaching eigentlich gar nicht, weil wir häufiger zwar mit einer Idee schreinstarten und ganz häufig unterwegs merken, aha, da sind ja noch links und rechts andere Themen oder Ideen, die auch noch eine wichtige Message haben. und dann das integrieren dürfen. Und da liegt aber meistens auch so viel Mehrwert.
Johanna: Johanna Ja. Ja, ja. Und das ist vielleicht zweites, das noch abzurunden, was mir gerade auch bei deinen Gedanken noch kam, dass häufig die größte Wirksamkeit im Coaching gar nicht die faktische Veränderung ist, sondern eher der Gewinn an neuen Perspektiven oder Erkenntnissen, die mir dann helfen, auch da wieder selbstverantwortlich besser zu entscheiden, wie möchte ich nächstes Mal mit Situation XY umgehen. Und da würde ich auch sagen, ist natürlich ... Manchmal leider auch diese diffuse Welt des Coachings und des ungeschützten Begriffes auch was, wo viele auch erstmal so bisschen lost sind. Aber ja, wir sind ein bisschen abgeschweift, aber es ist gar nicht schlimm, weil ich fand das einen sehr wertvollen Gedanken noch. Lass uns mal, bevor wir auf einen Aspekt heute ein bisschen vertiefen, zumindest noch mal reingehen wollten, nämlich das ganz kleine Thema des SINs, wollte ich aber trotzdem einmal vielleicht noch die Frage stellen, du hast ja schon einige Beispiele genannt, ein Thema Arbeitskontext. Was sind so zwei, drei noch vielleicht konkrete Aufträge, wo man mit der PP in der Arbeitswelt arbeiten kann oder vielleicht auch wo Kunden auf dich zukommen? Magst du einfach noch mal so zwei, drei Beispiele nennen?
Mailin: Mailin Ganz viel erlebe ich natürlich im Führungsalltag. Also die Frage danach, wie kann ich mein Team nicht nur irgendwie durch eine Zeit beziehungsweise ein Produkt oder eine Dienstleistung moderieren, sondern wie kann ich wirklich sozusagen auch auf ihre Nachhaltigkeit im Sinne von Gesundheit und Wohlbefinden einzahlen. Eines der großen Modelle in der positiven Psychologie. Du kennst das mittlerweile auswendig und könntest es im Schlaf auch sagen, ist das PERMA Modell. PERMA als Akronym und fünf Säulen für Wohlbefinden. Und daraus lässt sich super viel ableiten für den Arbeitskontext. Zum Beispiel die Solle P, die für positive Emotionen steht. Emotionsworkshops anzubieten, emotionale Regulation zu trainieren, Emotionsvokabular zu trainieren. Das ist zum Beispiel was, hilfreich ist. Und wenn wir jetzt mal sozusagen wirklich den Blick in die Tiefe machen, das was passiert, zum Beispiel ein großer Lebensmittelhersteller in Deutschland schult all seine Mitarbeitenden in diesen fünf... Permasäulen, damit eben sozusagen eine Selbstwirksamkeit entstehen kann. Und es hat so bisschen auch so ein, da liegt viel drin, so ein Moment von Psycho-Education. Das heißt, dieses Wissen überhaupt auch an Personen weiterzubringen. Und auf einmal entstehen da so Aha-Effekte bei Menschen im Arbeitskontext und Klammer auf, Wirtschaft ist so ein großer Hebel, auch für Gesundheit, Klammer zu, bemerken, aha, das sind Ansatzpunkte, die ich ja aktiver in mein Leben reinholen könnte und die ich gestalten könnte. Das erlebe ich zum Beispiel als total hilfreich. Ein anderes Beispiel, das nicht von mir kommt, aber auf einer großen Ebene stattfindet, SAP in Deutschland oder Google, wenn wir international gucken, haben ganz, ganz große positive, nicht nur positive Leadership-Programme, sondern zum Beispiel auch Achtsamkeitsprogramme. Die haben einen, zum Beispiel einen Chief Mindfulness Officer, der dafür Sorge trägt, dass sozusagen so eine Form von Entspannung stattfinden kann und zwar on the go, das heißt im Sinne von Mein Arbeitstag hat vielleicht unterschiedliche Momente, wo ich wirklich auf Systeme zurückgreifen kann, die mir im Büroalltag oder im Homeoffice-Alltag begegnen, als auch überhaupt mit Menschen sozusagen eins zu eins Beratung zu diesem Thema anzubieten, weil Resultat aus natürlich irgendwie auch einer sehr volatilen und einer sehr anspruchsvollen Arbeitswelt. Viele kennen vielleicht die Idee einer VUCA-Arbeitswelt. Kontexte werden globaler, werden fluider, werden anspruchsvoller, digitaler. Und da sozusagen immer wieder auch die Perspektive von, wie kann ich in dieser Arbeitswelt und in diesem System gesund bleiben, einzunehmen. Das ist ein gutes Beispiel für die positive Psychologie im Unternehmenskontext.
Johanna: Johanna Ja, und ich finde auch da noch mal zu unterstreichen, wir sprechen, weil wir beide auch in dem Kontext wahrscheinlich primär unterwegs sind, häufig ja auch von Büro, vielleicht die, ja, weiß gar nicht, ob man sagen kann, die klassische Wirtschaft, aber ich sag mal die White-Color-Arbeitsbereiche, was ich ganz schön finde und auch noch mal unterstreichen möchte, dass die PP natürlich genauso auch in den Blue-Color-Berufen eine riesige Anwendungsmöglichkeit liefert und da sich auch ganz viel übersetzen lässt und den zweiten Aspekt, ich auch noch mal unterstreichen möchte und das ist vielleicht auch einer, der im Laufe hoffentlich dieses Podcast auch deutlich wird. Wir müssen nicht immer eine Johanna Mühlbeier oder eine Malin Modrak buchen, irgendwie mit der PP zu arbeiten, sondern ich finde das Tolle ist, dem, dass man sich natürlich im Internet und über KI und Co wahrscheinlich ganz viel Information holen kann, wir können ganz viel im Kleinen machen und das muss auch nicht sein, dass ich dadurch automatisch ganzen Tag mit meinem Team irgendwie raus muss, sondern es sind auch viele kleine Dinge und da würde ich auch einfach nur gerne noch mal das unterstreichen, weil das ja vielleicht auch den Einstieg ein bisschen leichter macht in so ein Thema, falls man da noch keine Berührungspunkte hat.
Mailin: Mailin Absolut, finde ich auch ganz wichtig und das sind so Meetings. Viele Unternehmen haben eine Meeting-Kultur. Da eine Frage, die sowas in den Raum bringt, wie wofür bist du gerade dankbar, was hat dir heute Energie gegeben, was ist ein Moment von Freude, wo tankst du diese Woche auf, also all das, was sozusagen auch in ganz kleinen Formaten ein bisschen mehr Reflektion über, wo sind eigentlich quasi die Schätze, in Anführungsstrichen, wir als Ressourcen fördern können. Alles, was das in den Raum bringt und darauf einzahlt, ist total gut und sehr, sehr niederschwellig.
Johanna: Johanna Lass uns mal auch in dem Vorhaben, dass wir diese Podcast-Folgen ja so und bei 40 Minuten anpeilen. Aber ich fände es trotzdem ganz schön, wir haben uns überlegt, wollen wir in ein kleines Thema mal so bisschen reinfliegen und ich würde fast vorschlagen, wenn wir da heute nur einen kleinen Anflug machen und wenn das auf Interesse stößt, dann schließen wir einfach noch mal eine zweite Folge an, wo wir auch bisschen tiefer reingehen können. Wir wollten mal auf das kleine Thema Sinn schauen, wie ich es gerade schon angedeasert habe. Und vielleicht erstmal so bisschen zur Einordnung, zum Verständnis. Warum ist es erstmal, Achtung, Wortspiel überhaupt, sinnvoll, sich im Allgemeinen mit Sinn bzw. in der Arbeitswelt mit Sinn auseinanderzusetzen?
Mailin: Mailin Ja, wir machen mal den Versuch, Sinn in a nutshell zu beleuchten. Tatsächlich ist es so, dass wir in der Forschung extrem starke Kooperationen zwischen Sinn erleben und Wohlbefinden sehen. Was heißt das? Dass Menschen, sagen, meine Arbeit ist bedeutsam, mit meiner Arbeit mache ich einen Unterschied, ich fühle mich wichtig, ich fühle mich gebraucht als Arbeitnehmerin, als Arbeitnehmer, dass diese Menschen auch hohes Wohlbefinden berichten. Das heißt, auch hoch ausgeprägt sind in
Johanna: Johanna Ja.
Mailin: Mailin Ich führe ein zufriedenes Leben, ich fühle mich wohl in meinem Leben, ich habe das Gefühl, an der richtigen Stelle zu sein und so weiter. Und nun ist es ja so, dass ganz viele von uns auf so einer Zeitachse einfach wahnsinnig viele Stunden ganz plakativ in einem Job verbringen. Und deswegen macht es hochgradig Sinn, jetzt bemühe ich dieses kleine Wortspiel auch, sich da auch die Frage zu stellen, ist das, was ich da tue, eigentlich bedeutsam? Und nichts anderes ist die Sinnfrage. So mache ich mit dem, was ich tue, einen Unterschied, hinterlasse ich Spuren, kann ich einen Beitrag leisten zu etwas, was für mich wichtig ist, für mich kohärent ist. Und zwar ganz egal, ob das jetzt ein Handwerksbetrieb ist oder ob ich ein Team manage, ob ich eine Dienstleistung, ein Produkt verkaufe oder oder. Es wirklich so eine ganz, ganz subjektive Frage von, macht das für mich in meinem persönlichen Erleben einen Sinn? Und ich glaube, dass wir manchmal so bisschen das Missverständnis haben, da geht es wirklich eher so kleine sinngebende Momente oder Aktivitäten. Also auch ich und ich wage mal die Hypothese, auch du, wir haben Momente in unserem Berufsalltag, die erleben wir manchmal so bisschen weniger als sinnvoll. Vielleicht wenn ich Rechnung schreibe oder mit meiner Steuerberaterin telefoniere oder so, dann bin ich auch nicht maximal sinn erfüllt. Aber es gibt eben viele kleine andere Aktivitäten, die genau dieses Gefühl in mir herstellen. Und deswegen geht es dann nicht so sehr darum, den großen Lebenssinn für alle Zeiten zu finden, was auch ein totaler Überanspruch wäre und Menschen auch massiv überfordern kann. Deswegen da gerne sehr liebevoll in der Begleitung sein. Aber es geht eben darum, sich immer mit dieser Frage auseinanderzusetzen, wie ist das, was ich hier tue, eigentlich für mich persönlich nicht für meinen Partner, meine Partnerin, Freundschaften, sondern für mich als Marlene, für mich als Johanna sinnvoll.
Johanna: Johanna Und auch dazu eine Ordnung, du hast gerade das Permamodel ja auch schon angesprochen, vielleicht als kleiner Teaser die erste Solo-Folge wird auch das Permamodel einmal vorstellen. Sinn findet sich ja in dem wieder, also so genannten Beaning, wenn auch das Wort Metering, glaube ich Martin Seligmann, der das ja begründet hat, auch sagt, wäre vielleicht der bisschen bessere Begriff gewesen. Aber das heißt genau, da finden wir es auch als eine wesentliche Komponente wieder. Und ich finde das Wort Sinn, also erst mal total wertvoll, dass du auch noch mal unterstrichen hast. Wir holen es mal runter von diesem, ich muss jetzt einen Lebenssinn in einem ganz, ganz großen Sinne angehen, sondern ich kann erst mal so im Kleinen schauen, was sind denn Dinge, die für mich sinnvoll oder sinnstiftend sind am Tag. Im Arbeitskontext, würde ich sagen, habe ich immer das Wort Purpose gehört. Wir machen jetzt einen Purpose-Workshop, den schreiben wir uns auf bunte Plakate und hängen ihn uns hin oder schreiben sie auf unsere Website. Ist das, ich frage mal ganz ketzerisch, das Gleiche wie Sinn?
Mailin: Mailin Ja, super. Danke für die schöne Brücke. Tatsächlich, wenn wir Michael Stigars Worte uns zu Rate ziehen, der ganz viel Forschung zu diesem Thema gemacht hat, dann würde er sagen, is individual, Purpose is shared. Also sowas wie Sinn ist individuell, subjektiv, und Purpose ist eher eine geteilte Vision. Und ich glaube, das wird auch manchmal so bisschen übereinandergeworfen. Und ich erlebe immer wieder Menschen, auch im Teamkontext, in der Begleitung, die fast schon bisschen frustriert sind und das Gefühl haben, noch einmal die Auseinandersetzungen mit sind. Da waren wir doch schon und wir haben doch schon so ein paar schicke, sehr ausdrucksstarke Begriffe auf unserer Webseite zu stehen. Was noch? Und tatsächlich würde aber Sinn im positiv-psychologischen Sinne wirklich eine sehr, sehr subjektive Perspektive einholen und darstellen und eben nicht dieses generische, was auch ganz, ganz wichtig und relevant ist, die Frage zu stellen, von was verbindet uns als Team, was sozusagen, ne? Unser gemeinsames Verständnis von Fair Play, das ist ja was, was in den letzten Jahren einfach auch viel populär war oder populärer wurde. Und die Frage, die ich mit Sinn verbinde oder die positive Psychologie nach Sinn verbindet, ist aber eben eine sehr, sehr viel feinere in ihrer Granularität und bildet eben Sinn für einzelne Personen ab. Und das, was daraus manchmal resultiert, ist, dass Menschen feststellen, aha. Diese und jenes ist ja in meinem Job total sinn erfüllt und total wichtig. Ja, darauf kann ich bauen. Manchmal stellen auch Menschen fest, mein Job hat eigentlich nicht so viel Sinnerfüllung, wie müsste es sonst sein? Was würde dieses Gefühl eigentlich herstellen? Dann landen wir manchmal bei sowas wie Jobcrafting, also dass Jobs mittlerweile viel stärker sozusagen qua Stärken besetzt werden und sogar manchmal einzelne Inhalte oder Aktivitäten stärkenorientiert besetzt werden und sich... sehr progressive Unternehmen ein bisschen lösen von diesem ganz klassischen, das ist das Rollenprofil und genauso unaufweichbar muss es dann einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin auch übersetzen. Das heißt, ist ein kleiner Gestaltungsspielraum drin.
Johanna: Johanna Das heißt, ich... Ja, ja, ja. Und das heißt auch, ich fasse noch mal so bisschen zusammen. einen, also Sinn und Purpose können total gut miteinander einhergehen im Sinne von, wenn ich in einem Team arbeite, ist es kein Entweder-oder, sondern es ist total wichtig, zum einen mich mit meinem eigenen, was ist für mich sinnvoll und Sinnstiften auseinanderzusetzen. Und gleichzeitig ist es für ein Team, ein Unternehmen auch extrem relevant, trotzdem zu schauen, was eintun oder wofür stehen wir und zwar nicht nur für die Marketingkampagne, sondern natürlich wirklich auch im Rahmen der Kultur. Und ich habe gerade auch noch mal so bisschen so Szenarien durchgespielt, habe gesagt, muss da immerhin fit sein. Also muss sozusagen das, was für mich sinnstiftend ist, auch automatisch sich sozusagen im Purpose wiederfinden oder andersrum. Und das ja oft die, finde ich, interessantere Frage. Was ist, wenn sich das beißt? Hattest du das schon mal bzw. wie blickst du da drauf?
Mailin: Mailin Ich glaube, dass es wirklich ganz diametral auseinanderging, das habe ich noch nicht erlebt. Das, was ich als hilfreich empfinde, ist, es wirklich auf eine kleine Ebene runterzubrechen. wenn du und ich als gemeinsames Werteverständnis sowas wie Freiheit oder Autonomie oder Lebendigkeit haben und gleichzeitig ich aber in der individuellen Perspektive sagen würde, nee, Freiheit brauche ich gar nicht, ich viel mehr Bindung oder Sicherheit. Dann würde ich, glaube ich, immer die Frage stellen, was sind sozusagen unterschiedliche Ebenen? Also sprechen wir jetzt wirklich auf einer beruflichen Ebene oder überlege ich gerade in der Rolle von ich als private Person, es unterscheidet sich da ein Stück weit was voneinander und ich finde, dass sie eben total gut Hand in Hand gehen und ich erlebe das eigentlich auch so, dass das Menschenhochgradig entlastet zu merken, aha, in meinem beruflichen Kontext, ja, in unserem Team ist ein gemeinsames Werte und Leitbild sozusagen wichtig und dient als Fundament. Und manchmal, und das kommt nicht so selten vor, erlebe ich Menschen, feststellen, meine sinngebenden Momente finden vielmehr in Privaten oder in Freundschaften oder in Freizeit oder in meinem Ehrenamt statt und haben aber gar nicht einen Veränderungswunsch in ihrer Arbeitswelt, sondern sind auch fein damit, so einen Sinn erleben zu haben, dass er in einem privaten Kontext stattfindet.
Johanna: Johanna Ja, das finde ich nochmal ein ganz schönes zusätzliches Beispiel oder ein zusätzlich weiterer Gedanke. Wir Menschen sind sehr, unterschiedlich und wir brauchen jetzt auch nicht alle vielleicht die gleiche totale Sinnerfüllung vielleicht in dem Job. Ich glaube, wir sind uns einig, es braucht einen gewissen Fit für Motivation und für insgesamt natürlich auch das Gefühl zu haben, man ist wirksam und man hat Spaß bei der Arbeit. Und gleichwohl darf der Anspruch daran wie stark passt sozusagen diese Erfüllung im Job auch unterschiedlich sein. Und das ist ja dann schon fast wieder genau das, was wir vorhin eingangs hatten. Es geht wahrscheinlich mehr darum, das im Team auch sichtbar zu machen, auch vielleicht als eine Führungskraft zu wissen, okay, was braucht der, die oder ein oder andere und was ist auch das Maß, was für den oder die ein oder andere wichtig ist. Und da ist es halt für manche mehr und für andere auch. auch bisschen weniger und das ist ja auch okay. Das bedeutet ja nicht, dass man schlechter zusammenarbeitet.
Mailin: Mailin Absolut und vielleicht noch so einen abschließenden Gedanken. ganz schöner Leitsatz ist vom Know-how zum Know-why. Also Menschen ein Stück weit dafür zu sensibilisieren, sich die Frage zu stellen, wofür tue ich das? Wofür dieser Beruf? Wofür diese Position? Wofür diese Rolle? Und wenn meine Antwort darauf ist, dafür, viel Freiheit in meinem Privatleben herzustellen, überhaupt auch Existenzgrundlage zu schaffen oder es ist auch eine sehr legitime Antwort.
Johanna: Johanna Mmh. Ja, da ist es vielleicht eher der Mehrwert der Sichtbarkeit, der den großen Benefit liefert, als dass sozusagen da ein inhaltlicher Fit eben auch sein muss. Dann lass uns doch mal als allerletztes, ich meine, wir haben sehr, sehr viele Anwendungsbeispiele eigentlich besprochen, aber trotzdem vielleicht noch für die, die sagen, ja, das resoniert in mir, ich habe irgendwie Lust, mich so ein bisschen mal mit diesem Aspekt auch von Sinn näher auseinanderzusetzen. Was wäre mal so eine ganz kleine Sache und wir reden hier bewusst nicht von dem großen Lebenssinn, die du mitgeben könntest oder die du sagst, die du vielleicht auch anwendest in deinen Coachings, in deinen Trainings, sich so eigenen Sinn etwas zu nähern.
Mailin: Mailin Eine Technik, die ich als sehr mächtig erlebe, ist das sogenannte Leitern von Tatjana Schnell, die eine der großen Sinnforscherinnen im deutschsprachigen Raum ist. Tatjana Schnell schlägt uns vor, andere Personen zu einem bedeutsamen Moment in ihrer Arbeitswelt, geht natürlich auch mit anderen Kontexten zu befragen. Und ich schlage vor, Johanna, wir probieren das einfach mal aus. Ich würde die Frage stellen, Johanna, was ist dir bedeutsam in deinem Arbeitsalltag?
Johanna: Johanna Mhm. mir als Bedeutsam, unterschiedlichste Tätigkeiten am Tag zu machen.
Mailin: Mailin Super. Was ist dir bedeutsam? Das ist die erste Frage, die wir stellen mit dieser kleinen Sinnintervention. Und die zweite Frage wäre ein ganz einfaches und wofür. Und diese Frage, zweite und wofür, das gibt man dann immer wieder zurück an die Person, die man befragt und folgt sozusagen der Logik einer Leiter, indem wir immer weiter auf die Metaebene daraus dadurch transportiert werden und die Idee ist sozusagen dem eigenen Lebenssinn über diese Leitertechnik ein ganz, ganz, ganz kleines Stückchen näher zu kommen. Das heißt, du sagst, dir ist bedeutsam, unterschiedliche Tätigkeiten auszuführen und wofür ist dir das bedeutsam?
Johanna: Johanna weil ich Spaß habe, wieder Neues zu lernen.
Mailin: Mailin Und dann würde ich weiter fragen, und wofür ist dir der Spaß so wichtig? Und wofür und wofür? Die einzige Regel ist, beziehungsweise es braucht ein bisschen Disziplin aufseitens der fragenstellenden Person, denn es darf wirklich nur dieses kleine und wofür sein. Wenn man es gar nicht mehr aushält, darf man einen Joker ziehen, der dann lautet, und wofür noch? Da braucht man aber so ein bisschen Regulation und es ist ganz spannend zu beobachten, was beim Gegenüber passiert, wenn wir das ein bisschen füreinander aushalten. Zweite wichtige, wichtiger Hinweis.
Johanna: Johanna Mhm.
Mailin: Mailin für diese Übung ist, dass wir dieses Wofür wirklich sehr bewusst nutzen und nicht nach einem Warum fragen, weil Warum häufig so bisschen in die Vergangenheit orientiert ist und das Wofür zählt eher auf Gegenwart und Zukunft ab. Und das als erste mini kleine Idee für ein Mitarbeitendes Gespräch, für ein Coachinggespräch oder, oder mal zu gucken, was passiert denn da, wenn ich mit diesen beiden kleinen Fragen in Richtung Sinn jemanden leite.
Johanna: Johanna Vielen lieben Dank auch fürs Reingeben dieser Intervention und vor allem auch so bisschen diese zwei Dinge, auf die man auf jeden Fall auch achten sollte, wenn man das macht. Heißt, ich würde sagen, wir haben auch den Zuhörern auf jeden Fall schon mal so einen kleinen Anker gegeben, wenn sie Lust haben, vielleicht im Privaten bei Partner, Partnerin oder vielleicht auch Familienmitgliedern einfach mal so bisschen nachzuhaken. Und ja, wir sind für heute zumindest am Ende erstmal unserer Zeit und ich freue mich total, dass du mit mir auf diese neue energetisierende Podcastreise gestartet bist und möchte mich im allerersten Schritt vor allem bei dir bedanken für deine Zeit und auch deine Expertise. Und ich frage ganz gerne am Ende, habe ich mir vorgenommen für diesen Podcast immer eine kleine auch Checkoutfrage und zwar, was ist das, worauf du dich heute noch freust?
Mailin: Mailin freue mich heute noch auf bisschen Meeresluft. sitze hier nämlich gerade an der Nordsee und werde gleich mal noch ein paar Schritte Richtung Wasser gehen, komme aus einer beruflich durchaus intensiven Zeit und finde es total kraftvoll, was Wasser für eine beruhigende Wirkung hat. Also vielleicht brauche ich einfach in Zukunft mehr Momente, in ich auf irgendeinen Seefluss mehr oder oder blicke. Denn das bringt immer noch mal gut auch insgesamt so, wenn viel los ist im Außen, einen richtig guten Moment von Ruhe für mich.
Johanna: Johanna Das klingt sehr, sehr, sehr schön. Dann wünsche ich dir dabei vor allem ganz viel Freude. Und für alle die, die sagen, Mensch, das war für mich total spannend, was dort von Maylin und Johanna so geteilt worden ist. Wir freuen uns, wenn ihr natürlich diesen Podcast weiterempfehlt, eine Bewertung dalasst bzw. uns folgt. Das tut diesen Podcast in Zeiten von Analytics sehr, gut. Und für alle, die sagen, Mensch, vielleicht wäre das interessant, mal mit Maylin zusammenzuarbeiten. in welchem Format auch immer wir verlinken ihre Kontaktdaten und ihre Website in den Show Notes. Das heißt, ihr könnt euch sehr gerne bei ihr melden. Und damit sage ich, danke, Merlin, für deine Zeit und ich würde sagen, wir sehen uns hoffentlich ganz bald.
Mailin: Mailin Vielen Dank für den schönen Zwischenraum bei dir, Johanna.
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