Solo-Folge: Glücklich im Job – woran merken wir das eigentlich?

Shownotes

Woran merken wir eigentlich, ob wir zufrieden im Job sind?

In der ersten Solo-Folge des Zwischen-Raums blicken wir auf eine Frage, die viele von uns vermutlich kennen: „Bin ich eigentlich glücklich in meinem Job?“

Doch was bedeutet berufliche Zufriedenheit überhaupt – und wie können wir uns dieser Frage konkreter nähern, statt nur bei einem diffusen Gefühl zu bleiben?

In dieser Folge tauchen wir in eines DER Modelle Positive Psychologie ein, schauen auf das wissenschaftliche Verständnis von Wohlbefinden und lernen das PERMA(V)-Modell von Martin Seligman näher kennen – ein Modell, das dabei helfen kann, Zufriedenheit und Aufblühen im Arbeitsalltag greifbarer zu machen.

🎙️ In dieser Folge erfährst Du: ✔️ Warum Glück im Job kein Zufallsprodukt ist ✔️ Was die Positive Psychologie unter „Flourishing“ versteht ✔️ Was hinter dem PERMA(V)-Modell steckt ✔️ Warum Beziehungen, Sinn und Selbstwirksamkeit so wichtig für unser Wohlbefinden sind ✔️ Wie Du mit dem PERMA(V)-Füllstände-Modell eine persönliche Bestandsaufnahme machen kannst ✔️ Warum Zufriedenheit nicht bedeutet, dass „alles perfekt“ sein muss


📝 SHOWNOTES & RESSOURCEN


💭 Zum Weiterdenken & Reflektieren: ✔️ Was trägt aktuell besonders stark zu Deinem Wohlbefinden im Job bei? ✔️ Welche PERMA(V)-Säule ist bei Dir aktuell besonders gut gefüllt? ✔️ Wo spürst Du vielleicht eine größere Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand? ✔️ Welche kleinen Veränderungen könnten Deinen beruflichen Alltag stärken? ✔️ Was möchtest Du bewusster wahrnehmen, statt direkt zu optimieren?

📌 Hinweis: Wenn Du Interesse an der PERMA(V)-Füllstände-Vorlage hast, schreib mir gerne eine Mail – ich sende Dir das PDF dazu zu. 📧 johanna@muehlbeyer-coaching.com


📚 ERWÄHNTE THEMEN AUS DER FOLGE


🎧 Podcastfolge mit Mailin Modrack zur Positiven Psychologie 🧠 Barbara Fredricksons Broaden-and-Build-Theorie - Buch: "Die Macht der guten Gefühle" 📖 Flow-Theorie nach Mihály Csíkszentmihályi


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⏱️ TIMESTAMPS


00:00 – Einstieg: Bin ich eigentlich glücklich im Job? 04:20 – Das PERMA-Modell von Martin Seligman im Detail 11:00 – Vorstellung der Intervention: PERMA(V)-Füllstände 14:00 – Anwendung & Durchführung der Intervention 20:20 – Abschlussgedanken & konkrete nächste Schritte

Transkript anzeigen

00:00:00: Johanna Mühlbeyer: kommt dir das irgendwie bekannt vor? Wir starten irgendwann ins Berufsleben, arbeiten uns ein, entwickeln uns weiter, übernehmen vielleicht erste Führungs- oder erste Fachverantwortung. Ja, und irgendwann taucht dann diese Frage auf. Bin ich eigentlich glücklich in meinem Job? Vielleicht ganz leise, vielleicht nach einem langen Arbeitstag, der besonders stressig war, oder weil uns eine gute Freundin oder ein Kollege oder eine Kollegin sie stellt. Und auf einmal arbeitet diese Frage in uns weiter. Bin ich eigentlich glücklich mit dem, ich hier tue? Funktioniere ich nur noch? Will ich das langfristig eigentlich so machen? Ja, eine gute Frage. Und häufig merken wir, so richtig klar beantworten können wir das nicht für uns. Sondern viel häufiger stellen wir fest, es bleibt So ein diffuses Gefühl, das meistens nicht wirklich greifbar ist, uns aber auch nicht mehr so wirklich loslässt und häufig auch irgendwie nicht so ganz gut sich anfühlt. Grund genug mal genauer hinzuschauen. Glücklich im Job, woran merken wir das eigentlich? Und wie können wir uns dem eigentlich nähern? Und damit willkommen im Zwischenraum. Mit dem Podcast hier wollen wir auf Basis der positiven Psychologie und Coachingansätzen und Arbeiten aus meiner Teamentwicklung näher auf Fragen schauen, die mich und hoffentlich auch euch in eurem Arbeitsleben beschäftigen. Mein Name ist Johanna Mühlbeyer. Ich bin systemische Coaching, Prozessbegleiterin und Teamentwicklerin und freue mich, dass ihr heute mit dabei seid.

00:01:40: Johanna Mühlbeyer: Moin und herzlich willkommen zur allerersten Solofolge des Zwischenraums. Wir wollen hier in knackigen Episoden zu konkreten Themen der Arbeitswelt heute eintauchen. Worum geht es heute? Zum einen wollen wir heute einmal genauer verstehen, was eigentlich Glück aus wissenschaftlicher Perspektive bedeutet. Zweitens wollen wir ein Modell kennenlernen, wie wir Zufriedenheit konkret messbar machen können. Und als drittes eine ganz konkrete Anwendung dieses Modells für deine weitere Arbeit in Sachen Wohlbefinden im Job. zurück zur einfachen Eingangsfrage. Was macht dich eigentlich glücklich? Tja, die Frage ist ehrlicherweise gar nicht so leicht wahrscheinlich zu beantworten, denn das Problem ist, ich jetzt euch fragen, würde ich fünf Leute fragen, würde ich vermutlich mal Hypothese auch ziemlich genau fünf verschiedene Antworten bekommen. Einig sind wir uns wahrscheinlich in einem, nämlich dass es gar nicht so eine konkrete Antwort auf diese Frage gibt. Berechtigterweise würde dann jemand wahrscheinlich sagen, Mensch, mir geht es Sicherheit, mir geht es vielleicht mehr darum, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die andere Person möchte vielleicht vor allem ja selbstwirksam tätig sein oder eine andere Person wünscht sich Stabilität. Wie kann ich mich also dann? eine Antwort konkret nähern, denn die Frage zweifelsohne ist ja eine, die nicht so vielleicht ganz unwichtig für unsere Arbeitswelt und unser Arbeitsleben ist. Zuerst müssen wir eigentlich genauer drauf schauen, was Glück eigentlich ist. Denn Glück ist nicht, wie wir es vielleicht früher mit verschiedensten Zeichen von Kleeblatt und Hufeisen hatten, dieser vermeintliche Zufall, der uns eben passiert oder nicht passiert. Wir nehmen, wenn wir uns den Begriff Glück nähern wollen, die positive Psychologie zu Hilfe, die sich nämlich wissenschaftlich schon lange damit auseinandersetzt. Die PP, für alle, die davon noch nicht gehört haben, ist die Wissenschaft des gelingenden Lebens und Arbeitens.

00:03:37: Johanna Mühlbeyer: Ja, in Kürze vielleicht zusammengefasst, dass wir lange in der Psychologie vor allem nur auf das, wie können wir Krankheiten heilen, geschaut haben. Also wie können wir nur nicht krank sein, aber uns nicht so wirklich damit auseinandergesetzt haben, was lässt uns denn eigentlich auch wirklich aufblühen abseits vom nicht krank sein. Wer da erstmal noch mal ein bisschen tiefer einsteigen möchte, dem und der empfehle ich, eine Folge vorzuswitchen und einmal die Folge mit Maillin Modrak anzuhören, denn da wollen wir uns den Grundlagen der positiven Psychologie lernen. Ja, aber zurück zu unserem Glück, der wahrscheinlich wohl am prominentesten sich mit dem Thema Glück auseinandergesetzt hat, das war Martin Seligmann. Er spricht, wenn er von Glück spricht, eigentlich eher von dem Begriff des Flourishings, also übersetzt würde ich sagen des Aufblühens. Er beschreibt das als sogenannten Zustand von Wachstum, Entwicklung, Entfaltung und Leistungsfähigkeit. Es gibt noch viele andere ForscherInnen, unter anderem Carol Riff und noch einige mehr, die sich mit Wohlbefinden, Zufriedenheit auseinandergesetzt haben. Wir wollen in der Kürze der Würze heute uns aber erstmal mit dieser Definition begnügen. Was schlägt denn Martin Seligmann vor, wenn wir uns das Thema Glück näher angucken? Wenn wir darauf schauen bzw. auf den Begriff des Aufblühens, dann kommen wir an einem Modell nicht vorbei, dem sogenannten Permamodell. Das Permamodell ist der Versuch von Seligmann, den schwer fassbaren Begriff des Aufblühens In möglichst fünf konkrete bzw. hat eigentlich jetzt schon fast einen sechsten Aspekt dazu genommen, messbare Säulen herunterzubrechen. Und wie so häufig, wie wir das auch in Wissenschaft und Co. kennen, ist das PERMA-Modell ein wunderschönes Akronym. Die fünf Buchstaben stehen sozusagen für jeweils einen Begriff und die möchte ich jetzt einmal ganz kurz erklären. P für positive Emotionen.

00:05:40: Johanna Mühlbeyer: Ein Begriff, den vor allem Barbara Fredrickson sehr stark geprägt und erforscht hat, nämlich das zum Glücklichsein wir positive Emotionen brauchen. Und das ist jetzt vielleicht erst mal nicht von der Hand zu weisen, aber es geht mehr darum, nicht nur zu sagen, hey, ich empfinde Freude, sondern vor allem erst mal auf die Bandbreite positive Emotionen zu schauen, von Stolz, Dankbarkeit, Humor und alles, was mit einhergeht. Und vor allem das, dahinter steckt, ist die sogenannte Broaden-and-Build-Theorie. Nämlich, dass das im Prinzip so ist, wenn wir positive Emotionen stark wahrnehmen durch zum Beispiel Dankbarkeit, Tagebücher, aber auch einfach den Blick, was ist heute gut gelaufen, wir unseren Horizont täglich erweitern. Und dieses Broaden, dieses Erweitern führt dann dazu, dass wir tatsächlich auch Ressourcen bei uns positive Ressourcen aufbauen, die uns helfen, durchs Leben zu gehen. Also sogenannte Aufwärtsspiralen, die sich dadurch entwickeln und das die sogenannte Broadland-Bildtheorie. Das heißt Nummer eins P positive Emotionen. Nummer zwei ist das E für Engagement. Engagement wenig überraschend hat irgendwie was mit tun zu tun ganz konkret meint es hier das fast schon versinken in einer tätigkeit nämlich den sogenannten flow zu schannt den micha lechik sehr mit high entscheidend geprägt hat also dass eigentlich so könnte man sagen die tätigkeit selbst zur belohnung hier spielt vor allem Ja, die Thematik rund den Aspekt von Stärkenarbeit mit rein, aber eben die Frage von, ja, wie kann ich genügend gefordert, aber also weder unter- noch überfordert sein und einen Zustand erreichen, der mich eigentlich fast schon in so ein Schwebegefühl bringt, dass die Tätigkeit selbst eben für mich zur Belohnung wird. Etwas, was wir uns sicherlich auch nochmal im Detail anschauen.

00:07:33: Johanna Mühlbeyer: R Nummer 3 steht für Relationships, also Beziehungen. Und da ganz konkret gesagt für positive Beziehungen. und das ist wahrscheinlich fast der wichtigste Faktor von diesem Modell, gute Beziehungen machen uns faktisch glücklicher und auch gesünder. Das haben zahlreiche Studien belegt, denn ja, wir wissen alle, wir sind soziale Wesen. Wir wissen heute auch, dass beispielsweise Einsamkeit eines der gefährlichsten Gesundheitsrisiken für uns ist, sowohl im Alter, aber auch insgesamt. Das heißt, wir können andersrum sagen, dass das Thema gute, positive Beziehungen der stärkste Predictor für ein zufriedenes Leben und tatsächlich auch Arbeitsleben ist. Nummer 4. steht für Meaning, also für den Begriff. des Sinns, der manchmal vielleicht uns ein bisschen groß vorkommt, am Ende gar nicht unbedingt immer diesen großen Lebensinmeinen, sondern vielmehr den Aspekt, was macht unser Leben, unser Arbeiten eigentlich bedeutsam? Also das können auch viele kleine Dinge sein, die mit reinspielen, die zum Beispiel auch positive Beziehungen mit Arbeitskolleginnen und Kollegen sind, aber natürlich auch viele andere Dinge. Wer hier noch mal bisschen mehr erfahren will, auch dem rate ich noch mal in die Folge mit Mali reinzuhören, da haben wir zumindest das Thema Meaning noch mal ein bisschen näher gestriffen. Fünfte Säule A für Accomplishment, also Erreichung bzw. Zielerreichung. Man muss dazu sagen, es geht gar nicht mehr nur die Zielerreichung, sondern vor allem darum, sich gute Ziele zu setzen. Weil das wissen wir auch, dass wenn wir uns gute Ziele setzen und diese erreichen, dann führt das und das kennen wir wahrscheinlich alle nicht nur vielleicht zu Erfolg faktisch beispielsweise beruflich, sondern vor allem zur Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit und das hat einen extrem positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden. Das heißt, es geht viel dann faktisch das dranbleiben, aber auch eben so was wie, wenn wir Erfolge erreicht haben, sie auch tatsächlich zu feiern.

00:09:40: Johanna Mühlbeyer: So, das in wirklich einem absoluten Durchrasen dieser fünf Begriffe, zu denen wir sicherlich im Einzelnen noch ganz viel in Folgen sprechen. Wir wollen aber noch eine sechste Säule dazunehmen, wie angekündigt. Denn Martin Seligmann hat selber gesagt, würde er das Modell heute noch mal aufstellen, dann würde er eine sechste Säule dazunehmen, die wir gut oder die ich gut nachvollziehen kann und die auch wissenschaftlich sehr stark belegt ist. Denn nicht das ist das V, das V für Vitalität. Das steht vor allem rund das Thema wie kann ich gesund leben mich gut ernähren Thema regeneration schlaf also eine gute balance mit meinem energiesystem aber eben auch meinem nervensystem und das ist würde ich sagen wenn wir an unser heutiger arbeitswelt denken wahrscheinlich auch mindestens eine gleichwichtige komponente wie die anderen fünf so zurück aber zur eingangsfrage und die frage ja wie können wir denn jetzt eigentlich im nächsten Schritt damit arbeiten. Also wenn wir da stehen, gerade im Job und diese kleine Frage vielleicht immer mal wieder an uns nagt, so bin ich eigentlich zufrieden? Was macht mich eigentlich gerade zufrieden? Und irgendwie so aus diesem sehr vagen Gefühl oder dieser vagen Frage nicht so wirklich rauskommen. Da wollen wir jetzt eben mit der Arbeit dieses Permav Modells mit einer konkreten Anwendung kurz reingehen, die ihr für euch nutzen könnt. Vorneweg, wie immer in der Wissenschaft, alles ein Modell. Das heißt, es ist nicht immer eins zu eins übertragbar, sondern ihr sollt natürlich für euch auch gucken, wie ist es für mich am besten anwendbar. Und das Modell, ganz wichtig, ist auch keine Checkliste. Heißt, wenn ich diese fünf beziehungsweise sechs Säulen erreicht habe, bedeutet das nicht, dass ich dann zu 100 Prozent zufrieden bin, beziehungsweise es geht darum, alles auf ein gewisses Level zu heben. Denn das denke ich auch. deutlich geworden. Es gibt eben nicht die eine Faustformel, was oder wie viel wir erreicht haben müssen, damit wir aufblühen und zufrieden sind.

00:09:40: Johanna Mühlbeyer: So, das in wirklich einem absoluten Durchrasen dieser fünf Begriffe, zu denen wir sicherlich im Einzelnen noch ganz viel in Folgen sprechen. Wir wollen aber noch eine sechste Säule dazunehmen, wie angekündigt. Denn Martin Seligmann hat selber gesagt, würde er das Modell heute noch mal aufstellen, dann würde er eine sechste Säule dazunehmen, die wir gut oder die ich gut nachvollziehen kann und die auch wissenschaftlich sehr stark belegt ist. Denn nicht das ist das V, das V für Vitalität. Das steht vor allem rund das Thema wie kann ich gesund leben mich gut ernähren Thema regeneration schlaf also eine gute balance mit meinem energiesystem aber eben auch meinem nervensystem und das ist würde ich sagen wenn wir an unser heutiger arbeitswelt denken wahrscheinlich auch mindestens eine gleichwichtige komponente wie die anderen fünf so zurück aber zur eingangsfrage und die frage ja wie können wir denn jetzt eigentlich im nächsten Schritt damit arbeiten. Also wenn wir da stehen, gerade im Job und diese kleine Frage vielleicht immer mal wieder an uns nagt, so bin ich eigentlich zufrieden? Was macht mich eigentlich gerade zufrieden? Und irgendwie so aus diesem sehr vagen Gefühl oder dieser vagen Frage nicht so wirklich rauskommen. Da wollen wir jetzt eben mit der Arbeit dieses Permav Modells mit einer konkreten Anwendung kurz reingehen, die ihr für euch nutzen könnt. Vorneweg, wie immer in der Wissenschaft, alles ein Modell. Das heißt, es ist nicht immer eins zu eins übertragbar, sondern ihr sollt natürlich für euch auch gucken, wie ist es für mich am besten anwendbar. Und das Modell, ganz wichtig, ist auch keine Checkliste. Heißt, wenn ich diese fünf beziehungsweise sechs Säulen erreicht habe, bedeutet das nicht, dass ich dann zu 100 Prozent zufrieden bin, beziehungsweise es geht darum, alles auf ein gewisses Level zu heben. Denn das denke ich auch. deutlich geworden. Es gibt eben nicht die eine Faustformel, was oder wie viel wir erreicht haben müssen, damit wir aufblühen und zufrieden sind. Denn ja, und das vorneweg genommen ist auch immer ein bisschen die Kritik an diesem Modell. Es ist nun mal immer ein komplexes Zusammenspiel auch aus natürlich dem, wie es mir geht, worauf ich achten kann, was ich beitragen kann, aber eben auch unserer Umwelt, unserem Kontext, dem System, in dem ich mich bewege und natürlich

00:12:01: Johanna Mühlbeyer: grundsätzlich auch dem eigenen Zustand. So, wir wollen aber mal reingehen und sagen, okay, wie kann ich denn jetzt damit arbeiten? Und was dabei ganz gut hilft und womit ich auch im Coaching schon mehrfach gearbeitet habe, ist das sogenannte Permav-Füllstände-Modell. So, was bedeutet das? Klingt komplizierter als es ist. Das Ziel ist eigentlich eher mal eine Selbstanalyse als quasi kleine Bestandsaufnahme mit der eigenen beruflichen Situation zu machen. mal für sich zu schauen, wie steht es denn meine verschiedenen Akkus in diesen Säulen? Wie stark sind sie gefüllt? Wo sind sie gut gefüllt? Und wo gibt es für mich vielleicht aber auch Aspekte, wo ich sage, da möchte ich gerne noch mal dran arbeiten. Wie kann ich das anwenden? Also am besten nehmt ihr euch ein Blatt Papier und malt sechs gleich große Gläser dort hin und schreibt darunter jeweils den Buchstaben für das Permav-Modell. Tipp! Wer Interesse dazu an einer ganz konkreten Vorlage hat, der oder die kann mir sehr gerne eine E-Mail schreiben. Meine Adresse gibt es hier in den Show Notes und ich schicke euch dazu das PDF durch. Schritt 1. Wenn ihr das Blattpapier vor euch habt, würde ich als allererstes erstmal empfehlen, sagen, ok, ihr habt dieses diffuse Gefühl, vielleicht mal von einer Skala der Zufriedenheit gerade im Job von 1 bis 10, 1 ganz niedrig, 10 ganz hoch, wo würdet ihr euch denn gerade einsortieren? Wenn ihr das gemacht habt, dann lasst uns mit den Säulen anfangen. Und ich gehe das hier nur exemplarisch durch und ihr könnt, wenn ihr wollt, vielleicht kurz auf Pause drücken und das einmal live mit euch direkt machen. Und zwar Schau konkret auf dein berufliches Umfeld und beurteile jetzt für jede dieser PMHV-Säulen, wie gut es aktuell um den Stand deiner Akkus in dieser Säule oder in diesem Glas bestellt ist. Also stell dir vor, es ist auch eine Skala von 1 bis 10 oder ein Füllstand von 0 % bis 100 % und markiere vor allem wichtig ganz intuitiv den Ist-Füllstand des jeweiligen Glases. Heißt

00:14:13: Johanna Mühlbeyer: bei P für positive Emotionen. Die Frage, inwieweit erfahre oder erlebe ich gerade positive Emotionen regelmäßig, wie Freude, Dankbarkeit, Humor in meinem Job und malt dort einen Strich ein. Bei E wie Engagement wäre es Dinge wie wo oder wie häufig kommt ihr in den Flow? Also wann habt ihr das Gefühl verfliegt die Zeit? Habt gar nicht das Gefühl, ihr müsst wirklich nachdenken und es gibt euch so total so eine gute Energie. oder auch Aspekte wie sehr, wie gut könnt ihr gerade eure Stärken in der Arbeit einsetzen bzw. diese auch weiter ausbauen. Bei R wie Relationships, bei den Beziehungen könntet ihr euch Fragen stellen, wie fühle ich mich gesehen bei der Arbeit, wie gut. Kann ich im Austausch mit anderen sein? Wie viel, sag ich mal, gibt es mir? Oder die Frage auch, kann ich gut und offen mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten? Wichtig, es geht hier euer Bauchgefühl. Es gibt kein richtig und kein falsch, sondern es geht jeweils den Strich, der sich für euch gerade richtig anfühlt. Und ganz wichtig, Macht nicht nur den Strich, sondern notiert zusätzlich zu jeder dieser Säule, was konkret gerade bei euch im Job beiträgt, dass sie so gefüllt ist, wie sie ist. Habt ihr das gemacht? Dann würde ich euch noch Schritt 3 empfehlen und zwar den sogenannten Sollstandfest legen. Heißt, was wäre denn für jedes eurer Gläser eigentlich der gute oder für euch der perfekte Sollfüllstand? Den könnt ihr beispielsweise mit einer anderen Farbe oder aber auch gestrichelt markieren. Es kann sein, dass vielleicht auch der Soll

00:16:00: Johanna Mühlbeyer: Stand eurem aktuellen Ist-Stand sogar entspricht, dann würde ich sagen super und vor allem ganz wichtig, es muss und das finde ich auch immer mit Arbeit, mit diesem ganz konkreten Modell wichtig, es muss nicht immer sein, dass das Glas komplett voll sein muss für euch, damit ihr sagt Mensch, mit Blick auf die Arbeit ist für mich gerade diese Säule gut gefüllt. Denn vielleicht sagen wir Mensch, das Thema Relationships, klar ist es wichtig, ich muss aber jetzt nicht die super perfekten Beziehungen alle bei der Arbeit haben, denn Ich hole mir das sowieso in meinem Privatleben, sodass mir eine Füllhöhe auf 50 oder 70 Prozent auch schon völlig ausreicht. So, wenn ihr das gemacht habt, dann kommen wir zum abschließenden Schritt, nämlich, dass ihr euch eure Säulen und auch die Notizen dazu zum Status Quo einmal anschaut. Nehmt euch einen Moment Zeit und fragt euch, welche Gedanken kommen euch vielleicht, wenn ihr auf dieses Blatt guckt. Was trägt gerade zu deiner Zufriedenheit besonders stark was bei? Ist es eine bestimmte Säule? Ist es ein bestimmter Aspekt innerhalb dieser Säule, wo ihr merkt, okay, das resoniert in euch? Und vielleicht auch die Frage, was ist für dich gerade denn eigentlich schon sehr gut gefüllt? Heißt, es geht gar nicht unbedingt darum, ersten Schritt sofort schon zu gucken, okay, was muss ich denn jetzt alles optimieren? Sondern lasst erst mal den Status Quo auf euch wirken und betrachtet vor allem, Stichwort positive Psychologie, was denn auch gerade schon gut ist.

00:18:20: Johanna Mühlbeyer: Denn, und so viel sei schon mal vorweggesagt, unser Gehirn ist auch und ehrlicherweise auch ein bisschen durch unsere Leistungsgesellschaft zusätzlich getrieben, schon sehr dazu geneigt, immer zu gucken, was habe ich noch nicht? Was fühlt sich noch nicht gut genug an? Wo muss vielleicht noch mehr sein? Und dabei haben wir schon fast oft so eine kleine kognitive Verzerrung eines Negativity Bias, dass wir vielleicht das, was gerade uns schon trägt und gut ist, gar nicht unbedingt so wahrnehmen. Und das ist auch mit diesen Füllständen eine total gute Möglichkeit, sich das mal näher anzuschauen. So und als allerletztes und das, bevor wir hier heute mit dieser kleinen Folge schon zum Ende kommen, ein optionaler Schritt 5. Denn wer möchte, kann trotzdem noch mal schauen, gibt es Bereiche, wo ihr eine besonders große Diskrepanz wahrnehmt. Also auch hier die Frage, was ist vielleicht schon da in diesem Bereich und wie könnte aber ein allererster Schritt aussehen, den Füllstand in dieser Säule noch weiter in Richtung Säule zu erhöhen. So, das soweit für heute. Vielleicht noch mal rausgezoomt. Was mache ich jetzt damit? Wir waren damit gestartet, diesem Gefühl vielleicht, wir haben, bin ich eigentlich glücklich in meiner Arbeit. Und wir haben mit dieser Methode ein wenig besser ermöglicht, Konkrete, dieses diffuse Kongefühl zu konkretisieren.

00:20:22: Johanna Mühlbeyer: Das heißt, ein bisschen mehr Klarheit zu kriegen, darauf zu gucken, was ist denn aber auch schon stark und Stichwort Negativity Bias vielleicht ein verzerrtes Bild mal in seiner Ganzheit zu betrachten und eben auch konkret. ist zu übersetzen in möglicherweise erste konkrete Veränderungsvorhaben. Also was könnte ein erster Schritt sein, in einer Säule, die mir besonders wichtig ist oder wo ich besonders merke, Mensch, hier ist noch eine große Differenz zwischen soll und ist, ein wenig weiter Schritte zu formulieren. Ich fasse noch mal zusammen. Zufriedenheit im Job. ist auf jeden Fall kein Kleeblatt, kein Zufallsprodukt, sondern große Faktoren wie entlang des PERMA Modells, die wir selbst konkret beeinflussen können. Das PERMA Modell ist ein Modell, wohlbefinden, also dieses Aufblühen zu konkretisieren und messbar zu machen. das PERMA V Füllstände Modell dient auf jeden Fall als ein ganz guter Check-in, sowohl für eine Bestandsaufnahme, zur Validierung Eures Gefühls oder vielleicht auch ein bisschen Korrektur und Erweiterung und Identifikation von konkreten Handlungsansätzen. Als Abschlussgedanke von meiner Seite, ja, vielleicht geht es also gar nicht immer sofort darum, die große Antwort zu finden, sondern vielleicht erstmal ein bisschen besser zu verstehen, was trägt mich eigentlich bereits sehr und was trägt vor allem sehr zu meinem Wohlbefinden im Job bei und an welchen Stellen spüre ich, da ist gerade noch zu wenig und lohnt sich mehr hinzuschauen. So, das vielleicht an dieser Stelle. Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig über eine Bewertung, denn die hilft tatsächlich sehr, beziehungsweise wenn du dem Podcast folgst oder ihn weiter empfiehlt. Wenn du nur Feedback oder Gedanken hast, dann schreib mir gerne auf LinkedIn oder per E-Mail. Und wenn du in irgendeiner Form im Coaching, in der Teamentwicklung, im Trainingsinteresse hast, mir zusammenzuarbeiten, in Themen der Selbstführung, der positiven Psychologie oder aber auch der Persönlichkeitsentwicklung, dann melde dich gerne bei mir oder schau auf meiner Website vorbei. Ich freue mich, dass ihr heute mit dabei wart und ich wünsche euch einen schönen weiteren Tag.

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